Was die Gemeinde Granges-Paccot zu Grossfreiburg beiträgt

Point Fort Grand Fribourg

Die Modelleisenbahn des Kaeserbergs. Diese riesige Modellbahnwelt nimmt Jung und Alt mit auf eine Reise durch eine typische und idyllische Schweiz. Mit viel akribischer Arbeit und einem Team von Spezialisten verwirklichte Marc Antiglio seinen Kindheitstraum.

Das Hauptquartier der Kantonspolizei. Der Hauptsitz in Granges-Paccot liegt in einem Gebäude aus Holz und Aluminium, das vom bekannten Architekturbüro Deillon Delley entworfen wurde.

Das Grandfey-Viadukt. Diese technische Meisterleistung, die im Jahr 1862 eingeweiht wurde, prägte die Geschichte des Kantons: Sie markierte die grosse Eisenbahnstrecke vom Bodensee nach Genf. Die Metallkonstruktion des Viadukts wurde zwischen 1925 und 1927 in eine Betonstruktur umgewandelt.

 

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Die von 3’760 Einwohnerinnen und Einwohnern bewohnte Gemeinde Granges-Paccot erstreckt sich über 4km2 hügeliges Gelände mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Vom Konservatorium bis zu den Portes de Fribourg, von den Ufern der Saane bis zu den Bauernhöfen Masons und Faye, von der Eishalle St. Léonard bis zur Grandfey-Brücke: Granges-Paccot hat zahlreiche Vorzüge, die für die Entwicklung der Region zentral sind.

 

Granges-Paccot ist eine der neun Gemeinden, die zum Einzugsgebiet der Fusion Grossfreiburgs gehört. Entdecken Sie das Extrablatt der Fusionszeitung für Granges-Paccot – mit einem Editorial von Laurent Bronchi, Delegierter von Granges-Paccot in der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs, und einem Interview mit der Vize-Gemeindepräsidentin von Granges-Paccot, Marjorie Jaquet.

Was bedeutet die Fusion für Granges-Paccot? Die am häufigsten gestellten Fragen

Mein Steuersatz wird steigen. Welche zusätzlichen Dienstleistungen erhalte ich im Gegenzug?

Das Fusionsprojekt sieht eine starke Entwicklung im Bereich der Mobilität vor. Geplant ist eine Investition von mehr als 300 Millionen Franken, um Grossfreiburg mit einer Verkehrsinfrastruktur (öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr) auszustatten, die mit derjenigen von Schweizer Grossstädten vergleichbar ist. Die Tarife werden überprüft: Die Fusion ermöglicht eine veränderte Verkehrsfinanzierung und die Kostenübernahme von Abonnements für Jugendliche in Ausbildung und Seniorinnen und Senioren, ohne dass zusätzliche Kosten für die Gemeinde entstehen.

Ausserdem sieht das Projekt die Vereinheitlichung der guten Praktiken der Gemeinden im gesamten Gebiet vor, zum Beispiel im Bereich Jugend, Kultur oder sportliche Aktivitäten. Darüber hinaus wird jede Einwohnerin und jeder Einwohner von Granges-Paccot die Dienstleistungen der Gemeinde wie etwa Kinderkrippen auf dem gesamten Gebiet in Anspruch nehmen können.

Gibt es Dienstleistungen, die aufgrund der Fusion verschwinden werden?

Nein. Das Fusionskonzept sieht vor, dass alle Dienstleistungen, die sich bewährt haben und dem gesetzlichen Rahmen entsprechen, erhalten bleiben und auf das gesamte Gebiet ausgedehnt werden.

Die Bündelung der Ressourcen der neun Gemeinden stellt sicher, dass die fusionierte Gemeinde über eine solide finanzielle Gesundheit verfügen wird. Die Analyse der konstituierenden Versammlung zeigt, dass die neue Gemeinde über Gesamteinnahmen von 390 Millionen Franken, einen Cash-Flow von fast 50 Millionen Franken und über eine Investitionskapazität zwischen 350 und 400 Millionen Franken verfügen wird. Diese solide finanzielle Grundlage garantiert der zukünftigen Gemeinde die Mittel, um die Dienstleistungen auf dem gesamten Gemeindegebiet aufrechtzuerhalten und Verbesserungen sicherzustellen, insbesondere im öffentlichen Verkehr, im gesellschaftlichen Leben und bei den Dienstleistungen für die Bevölkerung.

Müssen wir nach der Fusion die Steuereinnahmen der zahlreichen in Granges-Paccot ansässigen Unternehmen teilen?

Dank der Fusion werden die Steuereinnahmen aller auf dem Gebiet Grossfreiburgs ansässigen Unternehmen allen zugutekommen. Auch die Bevölkerung von Granges-Paccot wird davon profitieren, da die Gemeinde ihre Abhängigkeit von der Unternehmensbesteuerung verringern wird. Heute sind die fünf grössten Unternehmen in Granges-Paccot für 17,6% der Steuereinnahmen der Gemeinde verantwortlich. Dies ist die zweithöchste Abhängigkeitsrate von juristischen Personen auf dem Gebiet Grossfreiburgs. Das kann im Falle einer Wirtschaftskrise (wie etwa durch Covid-19 verursacht) oder einer Gesetzesänderung (Unternehmenssteuerreform) eine Gefahr darstellen. Zum Vergleich: Die Abhängigkeit der fusionierten Gemeinde von den fünf grössten Unternehmen würde nur 9,7% betragen. Die grosse Gemeinde ist widerstandsfähiger gegen die Launen der wirtschaftlichen Konjunktur als die einzelnen Gemeinden.

Wird die Bevölkerung von Granges-Paccot vertreten sein?

Ja. Die konstituierende Versammlung schlägt eine Übergangsregelung vor. Diese Regelung gewährleistet die Vertretung der ehemaligen Gemeinden bei den Wahlen des Gemeinderats und des Generalrats. Für die Gemeinden Granges-Paccot, Givisiez und Belfaux ist ein Sitz im Gemeinderat (Vollzeitstelle) vorgesehen und die Bevölkerung von Granges-Paccot wird mit drei gewählten Personen im Generalrat vertreten sein. Keine ehemalige Gemeinde wird über eine politische Mehrheit verfügen, weder in der Exekutive noch in der Legislative. Nach Ablauf der Übergangszeit können die zuständigen Behörden diese Gegebenheiten beibehalten oder ändern. Sie können insbesondere die Aufteilung des Gemeindegebiets in mehrere Wahlkreise vorsehen.

Kann sich Granges-Paccot aus dem Fusionsgebiet zurückziehen?

Ja. Eine Gemeinde kann sich aus dem Projekt zurückziehen und aus dem provisorischen Gemeindegebiet ausscheiden. Ebenso kann sich eine weitere Gemeinde am Projekt beteiligen und das provisorische Gemeindegebiet ergänzen. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs kann dieses mit einer Zweidrittelmehrheit anpassen. Der Entscheid der Bevölkerung jeder Gemeinde anlässlich der Konsultativabstimmung vom 26. September 2021 sowie auch die Meinung der Behörden (Gemeinderat, Generalrat) sind für die konstituierende Versammlung ausschlaggebend, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Nach der Anpassung des Gebiets, grundsätzlich noch vor Ende des Jahres 2021, wird die konstituierende Versammlung ihr Projekt fortsetzen. Die Gemeinden, die aus dem Gebiet ausgeschieden sind, haben allerdings kein Mitspracherecht mehr und werden von den kantonalen Finanzhilfen für die Fusion ausgeschlossen.