Kontext

Das Fusionsprojekt der Gemeinden der Region Grossfreiburg wurde auf Wunsch der Gemeinden Corminboeuf, Givisiez, Freiburg und Marly lanciert. Die Gemeinden Avry, Belfaux, Granges-Paccot, Matran und Villars-sur-Glâne wurden vom Staatsrat konsultiert und reagierten positiv auf ihre Aufnahme in das Fusionsgebiet.

Für die Umsetzung des Projekts wurde 2017 die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs gegründet. Unter der Leitung des Lenkungsausschusses, präsidiert von dem Präfekten des Saanebezirks und bestehend aus Vertretenden der Gemeinderäte der neun Gemeinden des Gebiets, haben die 36 Delegierten der Gemeinden die Aufgabe, der Bevölkerung der betroffenen Gemeinden bis zum Jahr 2020 einen Entwurf für eine Fusionsvereinbarung vorzulegen.

Darüber hinaus haben vier Gemeinden (Grolley, La Sonnaz, Neyruz, Pierrafortscha) den Status einer Beobachtergemeinde beantragt und erhalten; sie nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen der konstituierenden Versammlung teil.

Fusionsgebiet

Das provisorische Fusionsgebiet des Projekts wurde vom Freiburger Staatsrat festgelegt und umfasst alle Gemeinden der Agglomeration Freiburg, die sich explizit daran beteiligen wollen. Nach der Konsultativabstimmung vom 17. Mai 2020 wird den Mitglieds- und Beobachtergemeinden eine Frist bis Mitte Juni 2020 eingeräumt, um eine mögliche Änderung des Fusionsgebiets (Ein-/Austritte) zu beantragen. Auf der Grundlage dieser Anträge wird die konstituierende Versammlung an ihrer Sitzung vom 23. September 2020 das definitive Gebiet des Projekts festlegen.

Avry

Avry hat 1'921 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde ist mit drei Personen in der konstituierenden Versammlung vertreten, wovon eine auch Mitglied des Lenkungsausschusses ist. Da jede Gemeinde in allen Arbeitsgruppen vertreten ist, wird Avry in der Gruppe «Finanzen» von einer zusätzlichen Person vertreten, die nicht Mitglied der Versammlung ist.

Belfaux

Belfaux zählt 3'283 Einwohnerinnen und Einwohner. In der konstituierenden Versammlung ist die Gemeinde mit drei Personen vertreten. Eine von ihnen ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses. Da jede Gemeinde in allen Arbeitsgruppen vertreten ist, wird Belfaux in der Gruppe «Unterhalt» von einer zusätzlichen Person vertreten, die nicht Mitglied der Versammlung ist.

 

Corminboeuf

Die Einwohnerzahl von Corminboeuf beträgt 2'696 Personen. Die Gemeinde ist mit drei Personen in der konstituierenden Versammlung vertreten. Eine von ihnen ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses und Vize-Präsidentin der konstituierenden Versammlung.

 

Freiburg

Die Bevölkerung von Freiburg zählt 38'263 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde ist mit zehn Personen in der konstituierenden Versammlung vertreten. Eine davon ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses und hat dort das Vize-Präsidium inne.

Givisiez

In Givisiez wohnen 3'166 Personen. In der konstituierenden Versammlung ist die Gemeinde mit drei Personen vertreten, wovon eine auch Mitglied des Lenkungsausschusses ist.

 

Granges-Paccot

Granges-Paccot hat 3'750 Einwohnerinnen und Einwohner. Drei Personen vertreten die Gemeinde in der konstituierenden Versammlung. Eine von ihnen ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses. Da jede Gemeinde in allen Arbeitsgruppen vertreten ist, wird Granges-Paccot in den Gruppen «Technik» und «Unterhalt» von zwei zusätzlichen Personen vertreten, die nicht Mitglied der Versammlung sind.

 

Marly

Marly hat 8'193 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde ist mit vier Personen in der konstituierenden Versammlung vertreten. Eine von ihnen ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses.

 

Matran

Matran zählt 1'506 Einwohnerinnen und Einwohner. In der konstituierenden Versammlung ist die Gemeinde mit drei Personen vertreten, wovon eine auch Mitglied des Lenkungsausschusses ist.

 

Villars-sur-Glâne

Die Bevölkerung von Villars-sur-Glâne umfasst 12'094 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde ist mit fünf Personen in der konstituierenden Versammlung vertreten. Eine von ihnen ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses.

 

Prozess

Das Fusionsprojekt der Gemeinden dauert von 2017 bis 2022. Klicken Sie unten auf den Zeitstrahl, um mehr über die einzelnen Etappen zu erfahren.

Aufbau
2017 bis Februar 2018

In der Aufbauphase konnte bestimmt werden, welche Gemeinden sich am Projekt beteiligen wollen. Anschliessend wurden die Mitglieder der konstituierenden Versammlung gewählt.

Arbeitsgruppen
2018-2020

Die Mitglieder der konstituierenden Versammlung setzten sich in Arbeitsgruppen mit bestimmten Bereichen der Fusion auseinander. Gemeinsam entwarfen sie eine Vision, die die Herausforderungen  für die fusionierte Gemeinde bis zum Jahr 2030 darstellt. Sie bestimmten auch die Grundzüge der zukünftigen Gemeinde: ihren Namen, ihr Wappen, ihren finanziellen Rahmen, ihre Organisation und ihre zukünftigen Dienstleistungen. Diese Grundzüge wurden in einem Entwurf des Fusionskonzepts zusammengefasst.

Fünf Herausforderungen für Grossfreiburg im 2030

Vernehmlassung
Mai bis Juni 2019

Die Vorschläge der Arbeitsgruppen wurden vom 13. Mai bis zum 14. Juni 2019 in die Vernehmlassung  geschickt. 

Konzept & Konsultativabstimmung
Januar bis Mai 2020

Der Zeitplan für den Fusionsprozess sieht die Validierung des Fusionskonzepts  durch die konstituierende Versammlung an ihrer Sitzung vom 29. Januar 2020 und eine Konsultativabstimmung in der Bevölkerung der neun Gemeinden am 17. Mai 2020 vor. Zur Vorbereitung der Konsultativabstimmung finden im März und April 2020 Informationsabende in den Gemeinden und eine öffentliche Kampagne statt. Nach der Konsultativabstimmung wird den Mitglieds- und Beobachtergemeinden eine Frist bis Mitte Juni 2020 eingeräumt, um eine mögliche Änderung des Fusionsgebiets (Ein-/Austritte) zu beantragen. Auf der Grundlage dieser Anträge wird die konstituierende Versammlung an ihrer Sitzung vom 23. September 2020 das definitive Einzugsgebiet des Fusionsprojekts bestimmen.

Vereinbarung & Abstimmung
November 2020 bis Januar 2022

Die konstituierende Versammlung wird die Fusionsvereinbarung im November 2020 fertigstellen und dem Staatsrat im Dezember 2020 zur Genehmigung vorlegen. Die Abstimmung über die Fusionsvereinbarung ist für den 7. März 2021 vorgesehen. Die Wahlen für die neuen Gemeindebehörden sind für den Herbst 2021 geplant. Das Inkrafttreten der neuen fusionierten Gemeinde soll am 1. Januar 2022 erfolgen.