Was die Gemeinde Marly zu Grossfreiburg beiträgt

Point Fort Grand Fribourg

Marly Innovation Center (MIC) und Öko-Quartier. Das MIC ist einer der grössten Innovationsparks der Schweiz und ein Biotop mit verschiedensten Unternehmen. Es entwickelt sich ständig weiter und wird ab dem Jahr 2021 das erste nachhaltige Quartier Freiburgs beherbergen, das mit dem Label «One Planet Living» (OPL) ausgezeichnet ist.

Eine Wegbereiterin der soziokulturellen Animation. Marly war die erste Gemeinde des Kantons, die einen Dienst für Jugendarbeit und Jugend geschaffen hat. Inzwischen besteht dafür eine eigene Gemeindedienststelle, die sechs Personen beschäftigt (äquivalent für 3,25 Vollzeitstellen).

Dienststellenübergreifendes Programm für Gemeinde-Sozialarbeit. Die Gemeinde engagiert Arbeitssuchende im Rahmen der Sozialhilfe in Projekten, die dem öffentlichen Interesse dienen. Das Programm ermöglichte bereits vielen Menschen, finanziell wieder unabhängig zu werden.- Dienststellenübergreifendes Programm für Gemeinde-Sozialarbeit. Die Gemeinde engagiert Arbeitssuchende im Rahmen der Sozialhilfe in Projekten, die dem öffentlichen Interesse dienen. Das Programm ermöglichte bereits vielen Men

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Die Gemeinde Marly erstreckt sich über 7,23 km2 und hat 8'381 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie liegt südlich von Freiburg an der Verkehrsachse Freiburg-Bulle und grenzt an die Region am rechten Saane-Ufer zwischen der Oberen-Sense und der Gruyère. Die alten Dorfkerne und die neueren, naturnahen Wohngebiete, die von Landwirtschaftsbetrieben umgeben sind, erstrecken sich im Norden bis zur Saane und im Süden bis zur Ärgera.

 

Marly ist eine der neun Gemeinden, die zum Einzugsgebiet der Fusion Grossfreiburgs gehört. Entdecken Sie das Extrablatt der Fusionszeitung für Marly – mit einem Editorial von Anne Deferrard, Delegierte von Marly und Vizepräsidentin der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs, und einem Interview mit dem Gemeinderat von Marly, Christophe Maillard.

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Was bedeutet die Fusion für Marly? Die am häufigsten gestellten Fragen

Werden wir im Zuge der Fusion die Identität und das Dorfleben von Marly erhalten können?

Ja, die Identität und das Dorfleben von Marly bleiben erhalten. Lokale Gesellschaften, Sportvereine sowie kulturelle und soziokulturelle Räume werden bestehen bleiben. Ebenso werden die vorhandenen kulturellen, sportlichen und sozialen Angebote in den Gemeinden beibehalten und, wenn möglich, durch die Entwicklung einer umfassenderen institutionellen Politik gestärkt. Mit der Fusion wird die Bevölkerung künftig Angebote und Freizeitaktivitäten eines grösseren Gebiets nutzen können.

Darüber hinaus erhielt die konstituierende Versammlung in ihrer Finanzanalyse und im Budgetvoranschlag alle Subventionen vollumfänglich aufrecht, die die Gemeinden Grossfreiburgs derzeit an lokale, sportliche und kulturelle Vereine vergeben. Schliesslich sieht die Versammlung die Gründung von zwei lokalen, von den Behörden anerkannten Vereinen in Marly vor. Ihre primäre Aufgabe wird es sein, die Interessen der Bevölkerung zu wahren. Zweitens soll das lokale Leben mit Hilfe eines zweckgebundenen Budgets erhalten werden.

Die Fusion sieht eine Offensive im Bereich der Mobilität vor: Wir haben den 7,5-Minuten-Takt bereits. Was ist der Mehrwert der Fusion?

Das Fusionsprojekt sieht eine starke Entwicklung im Bereich der Mobilität vor. Geplant ist eine Investition von mehr als 300 Millionen Franken, um Grossfreiburg mit einer Verkehrsinfrastruktur (öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr) auszustatten, die mit derjenigen von Schweizer Grossstädten vergleichbar ist. In Marly wird dies mittels einer Tramverbindung nach Freiburg, einer Mobilitätsplattform und Querverbindungen, etwa mit Villars-sur-Glâne, erfolgen. Ziel ist es, jeden Punkt des Grossfreiburger Streckennetzes in weniger als 15 Minuten zu erreichen: von Schönberg nach Avry oder von Belfaux nach Marly. Die Tarife werden überprüft: Die Fusion ermöglicht eine veränderte Verkehrsfinanzierung und die Kostenübernahme von Abonnements für Jugendliche in Ausbildung und Seniorinnen und Senioren, ohne dass für die Gemeinde zusätzliche Kosten entstehen. Das Fusionsprojekt sieht auch eine allgemeine Tarifsenkung und die Schaffung einer einzigen Tarifzone für Grossfreiburg vor (derzeit gibt es zwei, was einen Teil der Einwohnerinnen und Einwohner benachteiligt).

Wird die Bevölkerung von Marly vertreten sein?

Ja. Die konstituierende Versammlung schlägt eine Übergangsregelung vor. Diese Regelung gewährleistet die Vertretung der ehemaligen Gemeinden bei den Wahlen des Gemeinderats und des Generalrats. Für die Gemeinde Marly sind ein Sitz im Gemeinderat (Vollzeitstelle) und 8 Sitze im Generalrat vorgesehen. Keine ehemalige Gemeinde wird über eine politische Mehrheit verfügen, weder in der Exekutive noch in der Legislative. Nach Ablauf der Übergangszeit können die zuständigen Behörden diese Gegebenheiten beibehalten oder ändern. Sie können insbesondere die Aufteilung des Gemeindegebiets in mehrere Wahlkreise vorsehen.

Kann sich Marly aus dem Fusionsgebiet zurückziehen?

Ja. Eine Gemeinde kann sich aus dem Projekt zurückziehen und aus dem provisorischen Gemeindegebiet ausscheiden. Ebenso kann sich eine weitere Gemeinde am Projekt beteiligen und das provisorische Gemeindegebiet ergänzen. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs kann dieses mit einer Zweidrittelmehrheit anpassen. Der Entscheid der Bevölkerung jeder Gemeinde anlässlich der Konsultativabstimmung vom 26. September 2021 sowie auch die Meinung der Behörden (Gemeinderat, Generalrat) sind für die konstituierende Versammlung ausschlaggebend, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Nach der Anpassung des Gebiets, grundsätzlich noch vor Ende des Jahres 2021, wird die konstituierende Versammlung ihr Projekt fortsetzen. Die Gemeinden, die aus dem Gebiet ausgeschieden sind, haben allerdings kein Mitspracherecht mehr und werden von den kantonalen Finanzhilfen für die Fusion ausgeschlossen.