Mobilität und Nachhaltigkeit

Lösungen für Probleme der Mobilität, eine nachhaltige Entwicklung
Point Fort Grand Fribourg

Der Verkehr ist erwiesenermassen eine Schwäche des Kantonszentrums. Die von der konstituierenden Versammlung vorgeschlagenen Lösungen sollen den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr attraktiver machen.

Das Ziel ist ein 7,5-Minuten-Takt für alle Busse auf dem ganzen Gebiet der fusionierten Gemeinde. Die Passagiere sollen jeden Punkt des Stadtnetzes in weniger als 15 Minuten erreichen können.

Die Offensive betrifft auch die Kosten des öffentlichen Verkehrs. Die konstituierende Versammlung schlägt insbesondere eine angepasste Finanzierung des städtischen Verkehrs vor. Damit soll es der neuen Gemeinde möglich sein, die Abonnements von Jugendlichen in Ausbildung und Senioren zu übernehmen. Dabei wird die Kostenneutralität für Staat und Gemeinde gewährleistet.

 

Der Verkehr ist aktuell eine der grössten Schwächen des Kantonszentrums. Die Einwohnerinnen und Einwohner sowie die ganze Bevölkerung des Kantons Freiburg erfahren es an jedem Wochentag, wenn sie zu Stosszeiten im Stau stehen. Massnahmen im Bereich der Mobilität müssen ermöglichen, die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel deutlich zu verbessern. Trotz grossen Anstrengungen bleibt der Anteil des öffentlichen Verkehrs in Grossfreiburg mit 19 % weit von den 35 % entfernt, die etwa in Städten wie Bern oder Zürich erreicht werden. Für die Bevölkerung gibt es keinen Grund den Bus zu nehmen, wenn dieser im Stau nicht schneller vorwärts kommt als die Autos.

Die konstituierende Versammlung schlägt Investitionen im Umfang von 320 Millionen Franken vor, um der Bevölkerung eine attraktive Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr zu bieten. Diese Investition wird dem Staat Freiburg im Rahmen einer zusätzlichen Unterstützung der Fusion Grossfreiburgs beantragt. Das Ziel ist ein 7,5-Minuten-Takt für alle Busse auf dem gesamten Gebiet der fusionierten Gemeinde. Zudem sollen die Passagiere jeden Punkt des städtischen Netzes in weniger als 15 Minuten erreichen können.

Die Offensive betrifft auch die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel, um diese mit Inkrafttreten der Fusion per 2022 attraktiver zu machen. Die konstituierende Versammlung schlägt eine Anpassung der Finanzierung des städtischen Verkehrs vor. In diesem neuen Modell verlagert die fusionierte Gemeinde ihre finanziellen Anstrengungen von der Entschädigung des städtischen Verkehrs zur Übernahme der Abonnementskosten von Jugendlichen in Ausbildung und Senioren. Mit dieser Verlagerung kann diesen beiden Bevölkerungsgruppen der öffentliche Verkehr angeboten werden, ohne dass der Gemeinde zusätzliche Kosten entstehen. Dazu ist es notwendig, dass der Kanton seine finanziellen Beiträge auf dem heutigen Niveau beibehält. Dieses Konzept ist also auch für den Staat Freiburg kostenneutral. Das Projekt sieht zudem eine allgemeine Senkung der Fahrkartenpreise sowie die Ausdehnung der Zone 10 auf das ganze Gemeindegebiet von Grossfreiburg vor. 

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Mit der Unterstützung des Staates

Der Staatsrat trat formell auf den Antrag der konstituierenden Versammlung ein. Am 6. Januar 2020 überwies er dem Grossen Rat im Hinblick auf eine Grundsatzabstimmung in der Februarsession 2020 einen ersten Bericht. Mit einer sehr grossen Mehrheit stimmte der Grosse Rat am 4. Februar 2020 dem Prinzip einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung für die Fusion Grossfreiburgs zu. Der Staatsrat beantragt dem Parlament zudem eine Stellungnahme zu den allgemeinen Prinzipien einer solchen Beihilfe. Diese Prinzipien sind: einmalige, punktuelle Finanzhilfen für den Bau von Infrastrukturen; Hilfen für Massnahmen, die zur Stärkung des Kantonszentrums beitragen und Unterstützung für Massnahmen im Interesse des gesamten Kantons, zum Beispiel durch Mobilitätsmassnahmen, die dazu beitragen, den Pendlerverkehr im Gebiet Grossfreiburgs zu erleichtern oder durch Massnahmen zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

 

Nachhaltige Entwicklung

Die nachhaltige Entwicklung steht im Mittelpunkt des Projekts Grossfreiburg. Bereits bei den Cafés Grossfreiburg im Jahr 2018 betonten die Bürgerinnen und Bürger, wie wichtig es sei, die Entwicklung des Kantonszentrums in Zukunft besser zu lenken. Sie bedauerten die in den letzten zwanzig Jahren beobachtete Betonierung. Alle Arbeitsgruppen griffen diese Feststellung auf und schlugen konkrete Massnahmen vor, um die notwendige Nachhaltigkeit in die Entwicklung von Grossfreiburg zu bringen. Die konstituierende Versammlung schlägt vor:

  • neue Grünflächen und Stadtparks mit Bäumen zu schaffen, um die Biodiversität zu fördern und die Natur zurück in die städtischen Zonen zu bringen; 
     
  • die Verabschiedung von Umweltstandards für neue Quartiere, wie z.B. 2000-Watt-Quartiere oder Öko-Quartiere;
     
  • die Wasserläufe Grossfreiburgs zu renaturieren und unter Berücksichtigung der Natur für die Bevölkerung zugänglich zu machen;
     
  • die Versorgung der Bevölkerung mit grüner Energie zu verbessern;
     
  • das höchste Energiestadt-Label anzustreben;
     
  • bei der Parkpflege so weit wie möglich auf chemische Mittel zu verzichten und den Einsatz von Salz in der Winterzeit zu reduzieren.